
Dernière modification le
Nach Norwegen reisen mit dem eigenen Auto – das ist der Traum vieler Roadtripper: den Kofferraum vollpacken (Campingausrüstung, Fahrräder, Drohne und dicke Jacken) und im Land der Fjorde aufwachen. Und dafür gibt es eine Lösung, die ich besonders gerne empfehle: die Fähre.
Sieben internationale Linien verbinden Norwegen mit Deutschland, Dänemark und Schweden. Manche sind echte Mini-Kreuzfahrten über Nacht mit Kabine, andere schnelle Shuttles von zwei bis vier Stunden. Und die Wahl der Linie verändert deinen Roadtrip komplett: in Oslo ankommen, in Kristiansand oder direkt in Bergen – das ist überhaupt nicht dieselbe Reise.
In diesem Artikel erkläre ich dir, welche Linie du je nach Ausgangspunkt und Route wählst, was das kostet, wie du buchst und wie früh – in beide Richtungen, denn die Fähre ist auch die clevere Art zurückzufahren. Sie ist die perfekte Ergänzung zu meinem Guide zu den norwegischen Inlandsfähren, den du für den weiteren Roadtrip lesen solltest.
Welche Fährlinie nach Norwegen wählen?
Hier der Überblick über die sieben internationalen Linien 2026. Einfache Regel: Je weiter westlich du ankommen willst (die Fjorde), desto interessanter ist die Fjord-Line-Linie nach Stavanger/Bergen; je mehr es dir um Oslo und den Osten geht, desto sinnvoller sind Kiel, Kopenhagen oder Larvik.
| Linie | Reederei | Dauer | Typ | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Kiel–Oslo | Color Line | ca. 20 Std. | Nacht, Kabine Pflicht | Die ganze Skandinavien-Strecke sparen |
| Kopenhagen–Oslo | Go Nordic Cruiseline | ca. 17 Std. | Nacht, Kabine | Zwei Hauptstädte verbinden |
| Hirtshals–Kristiansand | Color Line / Fjord Line | 2:25 bis 4 Std. | Tag, schnell | Das Express-Tor zum Süden |
| Hirtshals–Larvik | Color Line | ca. 4 Std. | Tag, schnell | Näher an Oslo ohne Nacht an Bord |
| Hirtshals–Stavanger–Bergen | Fjord Line | ca. 11 / 17 Std. | Nacht, Kabine | Direkt mit den Fjorden starten |
| Strömstad–Sandefjord | Color Line | 2:30 Std. | Tag, günstig | Wer über Schweden hochfährt |
Im kleinen Suchfeld unten kannst du alle Fähren nach Norwegen durchsuchen – Termine, Fahrzeiten, Preise –, um Zeit zu sparen und die nötigen Infos zu bekommen.
Warum mit der Fähre nach Norwegen?
Weil es oft DIE cleverste Lösung ist, wenn du mit dem eigenen Fahrzeug kommst. Konkret:
- Du sparst dir Hunderte Straßenkilometer. Auf dem Landweg bedeutet Oslo: hoch durch Dänemark und dann komplett rauf durch Schweden – ab Hamburg rund 1.100 Kilometer, ab München eher 1.800. Wenn du in Kiel oder in Dänemark auf die Fähre fährst, schneidest du den ganzen skandinavischen Teil ab. Ganz konkret: Als wir letzten April aus Norwegen zurückkamen, hat uns die Larvik–Hirtshals enorm viel Strecke gespart – statt von Oslo bis Malmö runterzufahren, um die Öresundbrücke zu nehmen. Aber… daran hatte ich vorher nicht gedacht. Ziemlich blöd.
- Du sparst dir die skandinavischen Brücken. Der Landweg führt über die Storebælt- und dann die Öresundbrücke: fast 100 Euro Maut zusammen für ein Auto, in jede Richtung. Die Fähre umgeht sie komplett.
- Die Nacht an Bord ersetzt eine Hotelnacht. Auf den Nachtlinien (Kiel, Kopenhagen, Bergen) gehst du abends an Bord, isst zu Abend, schläfst in der Kabine und gehst morgens ausgeruht von Bord. Eine Hotelübernachtung und ein Fahrtag auf einen Schlag gespart.
- Dein Auto fährt so beladen mit, wie DU willst. Kein Gepäcklimit – Fotoausrüstung, Zelt, Fahrräder, Kühlbox: alles kommt mit. Das ist der riesige Vorteil gegenüber Flug plus Mietwagen, gerade angesichts der Mietwagenpreise in Norwegen.
- Der Urlaub fängt schon an Bord an. Norwegisches Buffet, Sonnendeck, Einfahrt in den Oslofjord bei Sonnenaufgang… ehrlich gesagt hat das mehr Klasse als eine dänische Autobahnraststätte.
- Und weil Schiff fahren einfach super ist!


Ab Deutschland: Kiel–Oslo, die Mini-Kreuzfahrt
Das ist die legendäre Linie, täglich bedient von den riesigen Color Fantasy und Color Magic (Abfahrt 14 Uhr, Ankunft am nächsten Morgen gegen 10 Uhr). Der Vorteil liegt auf der Hand: Du gehst mitten in Deutschland an Bord, in Kiel, und sparst dir die KOMPLETTE Fahrt hoch durch Dänemark und Schweden – rund sieben Stunden Fahrt weniger als über Hirtshals–Larvik, und die Brückenmaut fällt obendrein weg.
An Bord ist es ein echtes Kreuzfahrtschiff: Restaurants, Spa, Pool, Kinderbereich – und die Einfahrt in den Oslofjord ist grandios. Die Kabine ist Pflicht (sie liegen alle über dem Autodeck), was den höheren Preis gegenüber den anderen Linien erklärt – dafür sparst du eine Hotelnacht und einen ganzen Fahrtag.
Dauer: rund 20 Stunden, täglich in beide Richtungen. Richtwert Budget: je nach Saison zwischen 350 und 700 Euro pro Fahrt für ein Auto + zwei Personen in einer Innenkabine.
- Schiffe: Color Fantasy und Color Magic (Color Line) – gehören zu den größten Kreuzfahrtfähren der Welt: Restaurants, Spa, Pool, Kinderbereich, Duty-free.
- Abfahrten: täglich um 14 Uhr, sowohl ab Kiel als auch ab Oslo. Ankunft am nächsten Morgen gegen 10 Uhr.
- Dauer: rund 20 Stunden, Kabine Pflicht (sie liegen alle über dem Autodeck).
- Richtpreise: je nach Saison 350 bis 700 Euro pro Fahrt für ein Auto + zwei Personen in einer Innenkabine; zu Fuß + Kabine ab rund 130 Euro.
- Mein Tipp: Nimm auf der Hinfahrt eine Außenkabine an Steuerbord – die Einfahrt in den Oslofjord am frühen Morgen ist das frühe Aufstehen wert.
Ab Dänemark: das wichtigste Eingangstor
Das ist der Fähren-Hub für Norwegen: fünf Linien, davon vier ab Hirtshals, ganz im Norden Jütlands (bequem über eine gute Autobahn erreichbar). Die Grundidee: Du fährst bis nach Dänemark, und die Fähre erspart dir den großen Umweg über Schweden.
Hirtshals–Kristiansand: die schnellste
Die kürzeste Überfahrt nach Norwegen und die meistbefahrene: mit dem Schnellkatamaran (2 Std. 25 Min., von März bis Oktober) oder der klassischen Fähre (ca. 4 Std.), mit mehreren Abfahrten pro Tag zwischen Color Line und Fjord Line. Das ideale Tor, um den Süden zu erkunden (Kristiansand, die Sørlandet-Küste) oder über die Küstenstraße nach Stavanger und zum Lysefjord zu fahren. Im Sommer sehr gefragt: früh buchen.
- Schiffe: SuperSpeed 1 (Color Line, Schnellfähre das ganze Jahr) und der Katamaran FSTR (Fjord Line, von März bis Oktober).
- Frequenz: zwei bis drei Abfahrten pro Tag und Richtung mit Color Line, dazu die Katamaran-Fahrten in der Saison – die am besten bediente Linie nach Norwegen.
- Dauer: 3 Std. 15 Min. mit der SuperSpeed, 2 Std. 15–25 Min. mit dem Katamaran.
- Richtpreise: Auto + zwei Personen ab rund 80 Euro außerhalb der Saison, 150 bis 250 Euro im Hochsommer; zu Fuß ab rund 20 Euro.
- Mein Tipp: Hier gibt es keine Kabinen, aber bequeme Lounges; sei eine Stunde vor Abfahrt da, im Juli ist das Einchecken ein einziges Gewusel.
Hirtshals–Larvik: am nächsten an Oslo
Rund vier Stunden Überfahrt, zwei Abfahrten pro Tag, und du landest 1 Std. 45 Min. Fahrt von Oslo entfernt. Der beste Kompromiss, wenn es dir um die Hauptstadt und den Osten des Landes geht, ohne Nacht an Bord: früh morgens aus Norddeutschland losgefahren, kannst du am selben Abend in Norwegen schlafen.
- Schiff: SuperSpeed 2 (Color Line), das Schwesterschiff der Kristiansand-Linie.
- Abfahrten: zwei pro Tag und Richtung, das ganze Jahr – typischerweise eine morgens und eine am späten Nachmittag.
- Dauer: 3 Std. 45 Min., danach noch 1 Std. 45 Min. Fahrt bis Oslo.
- Richtpreise: ähnliche Größenordnung wie Kristiansand: ab rund 80 Euro für Auto + zwei außerhalb der Saison, 150–250 Euro im Sommer.
- Mein Tipp: Mit der Morgenabfahrt ab Hirtshals fährst du am Vortag aus Deutschland los, übernachtest in Dänemark und isst am nächsten Abend in Norwegen zu Abend.
Hirtshals–Langesund: die entspannte Alternative
Rund 4 Std. 30 Min. mit Fjord Line und eine Ankunft zwischen Kristiansand und Oslo – perfekt für den Südosten und um weiter ins Telemark zu fahren, eine der am meisten unterschätzten Regionen des Landes.
- Schiff: MS Oslofjord (Fjord Line).
- Abfahrten: ein bis zwei pro Tag und Richtung, das ganze Jahr.
- Dauer: rund 4 Std. 30 Min., Ankunft zwischen Kristiansand und Oslo (zwei Stunden Fahrt von der Hauptstadt).
- Richtpreise: oft eine Stufe günstiger als die Color-Line-Linien bei vergleichbaren Terminen – der stille Geheimtipp.
- Mein Tipp: die ideale Ankunft, um direkt ins Telemark mit seinen unterschätzten Landschaften zu fahren, ohne über Oslo zu müssen.
Hirtshals–Stavanger–Bergen: direkt in die Fjorde
MEINE Favoritin auf dem Papier für einen Fjord-Roadtrip: eine Nachtüberfahrt, die dich früh morgens in Stavanger absetzt (rund 11 Stunden auf See) oder am frühen Nachmittag in Bergen (rund 17 Stunden). Du startest deine Route durch die Fjorde direkt vor Ort, ohne die 450 Kilometer Straße (und die vielen Inlandsfähren) zwischen Oslo und Bergen zu schlucken.
- Schiffe: MS Stavangerfjord und MS Bergensfjord (Fjord Line), die mit Flüssigerdgas fahren.
- Abfahrten: eine tägliche Nachtabfahrt – ab Hirtshals gegen 19:15 Uhr, Ankunft Stavanger gegen 7 Uhr, Bergen gegen 13 Uhr; zurück Abfahrt Bergen am frühen Nachmittag über Stavanger am Abend.
- Dauer: rund 11 Stunden bis Stavanger, rund 17 Stunden bis Bergen. Kabine dringend empfohlen.
- Richtpreise: je nach Saison 250 bis 500 Euro pro Fahrt für ein Auto + zwei Personen mit Kabine.
- Mein Tipp: bei Tagesanbruch in Stavanger von Bord gehen und mit dem Lysefjord und dem Preikestolen anfangen – der bestmögliche Start in einen Fjord-Roadtrip.
Kopenhagen–Oslo: zwei Hauptstädte, eine Kreuzfahrt
Die frühere DFDS-Linie, Ende 2024 unter dem Namen Go Nordic Cruiseline übernommen, fährt weiterhin täglich: abends in Kopenhagen an Bord, rund 17 Stunden auf See, am nächsten Tag Ankunft mitten in Oslo. Perfekt, um einen Städtetrip nach Kopenhagen mit Norwegen zu verbinden, oder wenn du über den Osten Dänemarks anreist. Das Auto kommt problemlos mit.
- Schiffe: Pearl Seaways und Crown Seaways (Go Nordic Cruiseline, die die traditionsreiche DFDS-Linie Ende 2024 übernommen hat).
- Abfahrten: täglich um 16:30 Uhr, sowohl ab Kopenhagen als auch ab Oslo. Ankunft am nächsten Morgen gegen 10 Uhr.
- Dauer: rund 17 Stunden Nachtkreuzfahrt, Kabine im Preis inbegriffen.
- Richtpreise: 250 bis 450 Euro pro Fahrt für ein Auto + zwei Personen mit Kabine; halte nach ihren Angeboten Ausschau, außerhalb des Sommers gibt es oft Aktionen.
- Mein Tipp: die perfekte Formel, um zwei Hauptstädte zu verbinden – ein Tag in Kopenhagen, um 16:30 Uhr an Bord, aufwachen im Oslofjord.
Ab Schweden: Strömstad–Sandefjord, die clevere Linie
Bei uns weniger bekannt, verbindet diese Color-Line-Verbindung (2 Std. 30 Min., zwei Abfahrten pro Tag) die schwedische Westküste mit dem Oslofjord. Interessant ist sie in einem konkreten Fall: Wenn du ohnehin über Schweden hochfährst (über Göteborg), bringt sie dich günstig nach Sandefjord hinüber – es ist die billigste Linie nach Norwegen – und erspart dir den Umweg über Oslo, um wieder runter nach Larvik und an die Südküste zu fahren. Die Norweger nutzen sie massenhaft zum Einkaufen in Schweden, lokale Atmosphäre garantiert.
- Schiff: Color Hybrid (Color Line) – bei ihrer Indienststellung die größte Plug-in-Hybridfähre der Welt.
- Abfahrten: zwei pro Tag und Richtung das ganze Jahr (ab Sandefjord gegen 10 und 17 Uhr, zurück ab Strömstad morgens und am späten Nachmittag).
- Dauer: 2 Std. 30 Min. entspannte Überfahrt zwischen den Inseln.
- Richtpreise: die billigste Linie nach Norwegen – Auto + zwei Personen oft unter 100 Euro, zu Fuß im Angebot für ein paar Euro.
- Mein Tipp: Du triffst vor allem Norweger, die zum Einkaufen nach Schweden gefahren sind – lokale Atmosphäre garantiert, und der Duty-free wird auf dem Rückweg gestürmt.
Was kostet die Fähre nach Norwegen?
Die Preise sind dynamisch wie beim Flug: Dieselbe Überfahrt kann je nach Saison, Auslastung und Buchungsdatum um das Dreifache schwanken. Ein paar Anhaltspunkte für ein Auto mit zwei Personen, einfache Fahrt:
- Strömstad–Sandefjord: die günstigste, oft unter 100 Euro
- Hirtshals–Kristiansand / Larvik / Langesund: 100 bis 250 Euro je nach Saison und Uhrzeit
- Hirtshals–Stavanger–Bergen: 250 bis 500 Euro mit Kabine
- Kopenhagen–Oslo: 250 bis 450 Euro mit Kabine
- Kiel–Oslo: 350 bis 700 Euro mit Kabine (die teuerste, aber man zahlt die Kreuzfahrt und die Übernachtung)
Was den Preis schwanken lässt:
- Die Saison: Juli und August sind der absolute Höhepunkt; Juni und September sind deutlich günstiger.
- Die Fahrzeuglänge: über sechs Meter (Wohnmobile, Anhänger) steigt der Tarif stark – genau wie bei den norwegischen Inlandsfähren.
- Die Kabine: Pflicht auf Kiel–Oslo, dringend empfohlen auf den anderen Nachtlinien. Außenkabinen kosten mehr als Innenkabinen.
- Hin- und Rückfahrt: Hin- und Rückfahrt zusammen zu buchen bringt oft rund 10 Prozent Rabatt auf die Rückfahrt.
- Das Buchungsdatum: Je früher du buchst, desto günstiger, ganz einfach.
Wie buchst du – und wie lange im Voraus?
Anders als bei den norwegischen Inlandsfähren, wo du ohne Ticket an Bord rollst, ist hier die Reservierung Pflicht: Die Stellplätze fürs Auto und die Kabinen sind schnell weg, und die Preise steigen, je näher das Datum rückt.
Meine konkreten Tipps:
- Für die Abfahrt im Juli und August: Buche zwei bis drei Monate im Voraus, vor allem für die Nachtlinien mit Kabine (Kiel – Oslo und Hirtshals – Bergen sind am gefragtesten) und wenn du mit dem Wohnmobil reist.
- Für die kurzen Überfahrten ab Hirtshals: Rund sechs Wochen im Voraus bringen meist die besten Preise.
- Außerhalb der Saison: Du kannst problemlos in letzter Minute buchen, die Schiffe sind längst nicht voll.
- Vergleiche vor dem Buchen: Fahrpläne und Preise der verschiedenen Reedereien lassen sich leicht auf Direct Ferries vergleichen, das alle Linien nach Norwegen bündelt.
Halte bei der Buchung bereit: die Maße deines Fahrzeugs (Länge UND Höhe, sei ehrlich, es wird am Portal kontrolliert), die Zahl der Mitfahrer und deine Kabinenwünsche. Das Einchecken schließt meist 30 bis 60 Minuten vor Abfahrt: Sei im Sommer eine bis anderthalb Stunden früher da.
Und zurück von Norwegen? Der Trick mit der Schleife
Alle diese Linien fahren natürlich in beide Richtungen, und genau da liegt die echte Chance: nichts zwingt dich, dort zurückzufahren, wo du angekommen bist.
Der Trick, den ich für einen Roadtrip im Süden Norwegens empfehle: eine Schleife mit zwei verschiedenen Linien planen. Zum Beispiel:
- Ankunft in Kristiansand → die Westküste hoch (Stavanger, Preikestolen, die Fjorde) → Rückfahrt ab Bergen: Du fährst nie zweimal dieselbe Strecke und sparst dir die Rückfahrt Bergen–Kristiansand (450 km Fjordstraßen, wunderschön, aber langsam).
- Ankunft in Oslo über Kiel → große Runde durch die Fjorde → Rückfahrt Bergen – Hirtshals: ideal von Deutschland aus.
- Andersherum: mit den Fjorden anfangen (Ankunft in Bergen) und gemütlich mit Oslo enden, bevor es über Kiel oder Larvik zurückgeht.
Die Reedereien verkaufen diese Kombinationen problemlos (es sind zwei einfache Fahrten), und mit Direct Ferries kannst du die Reedereien mischen. Nur ein Punkt zum Aufpassen: Einfache Fahrten sind pro Kilometer etwas teurer als Hin- und Rückfahrten auf derselben Linie – aber der Gewinn an Kilometern, Zeit und Landschaft macht das mehr als wett.
FAQ: deine Fragen zur Fähre nach Norwegen
Gibt es eine Direktfähre von Deutschland, Österreich oder der Schweiz?
Von Deutschland aus hast du Glück: Kiel – Oslo ist eine echte Direktverbindung. Von Österreich oder der Schweiz aus fährst du am einfachsten nach Kiel (Deutschland) oder Hirtshals (Dänemark) und gehst dort an Bord. Kiel liegt für viele quasi vor der Haustür, Hirtshals etwa 550 km nördlich von Hamburg.
Und von England aus?
Die legendäre Linie Newcastle – Bergen gibt es seit 2008 nicht mehr. Von Großbritannien aus musst du erst in die Niederlande übersetzen (zum Beispiel Newcastle – Amsterdam) und dann über die Straße weiter nach Dänemark.
Werden Wohnmobile und Anhänger akzeptiert?
Ja, auf allen Linien. Der Preis hängt von der Länge (und manchmal der Höhe) des Fahrzeugs ab: Gib die genauen Maße bei der Buchung an. Im Sommer sind die Plätze für große Fahrzeuge zuerst weg: Buche noch früher.
Und Elektroautos?
Normalerweise auf allen diesen internationalen Linien akzeptiert (anders als beim Küstenexpress Havila, der sie ablehnt). An Bord wird nicht geladen, also komm mit genug Akku am Hafen an, um weiterzufahren.
Kann man mit Hund reisen?
Ja, die Reedereien bieten Tierkabinen oder Zwinger an Bord an (reservierungspflichtig, die Plätze sind begrenzt). Prüfe außerdem die Einreiseformalitäten für Tiere nach Norwegen, vor allem die vorgeschriebene Bandwurmbehandlung vor der Ankunft.
Kann man zu Fuß oder mit dem Rad an Bord?
Ja, alle diese Linien nehmen Fußgänger und Fahrräder mit, zu sehr fairen Preisen (ab rund 20 Euro auf den kurzen Überfahrten). Praktisch, um danach mit der norwegischen Bahn zu kombinieren.
Funktioniert mein AutoPASS- oder FerryPay-Chip auf diesen Linien?
Nein. Die internationalen Linien sind klassische Ticketverkäufe, außerhalb des AutoPASS-Systems der norwegischen Inlandsfähren. Sobald du aber in Norwegen unterwegs bist, wird die Registrierung deines Kennzeichens wieder zum Thema: Alles dazu steht in meinem Artikel über AutoPASS.
Fahren die Fähren das ganze Jahr über?
Ja, alle diese Linien fahren ganzjährig (nur der Schnellkatamaran ab Kristiansand ist saisonal, von März bis Oktober). Die Nordsee kann im Winter ordentlich schaukeln: Wenn du empfindlich bist, nimm lieber eine Kabine in der Schiffsmitte und schau auf die Wettervorhersage.
Fazit
Die Fähre nach Norwegen ist weit mehr als ein Transportmittel: ein Tag Autofahrt weniger, eine gesparte Hotelnacht, ein Auto, das du nach Lust und Laune belädst, und eine Ankunft, die dich sofort in Stimmung bringt. Merk dir die Logik: Kiel oder Kopenhagen für Oslo und den Osten, Hirtshals für den Süden und die Fjorde, Strömstad, wenn du über Schweden fährst – und denk an die Schleife mit zwei verschiedenen Linien, damit du nie dieselbe Strecke doppelt fährst.
Buche früh (zwei bis drei Monate vor dem Sommer), vergleiche die Linien auf Direct Ferries, und wenn du erst mal da bist, übernimmt mein Guide zu den Inlandsfähren, um zwischen den Fjorden zu navigieren. Gute Reise – und behalte bei der Ankunft das Deck im Auge: die Einfahrt in den Oslofjord oder in den Hafen von Bergen ist schon jetzt eine Postkarte!
Weitere Ressourcen für deine Norwegen-Reise
DEN ROADTRIP VORBEREITEN
- Die Fähre IN Norwegen nehmen: Zahlung, Fahrpläne, Reservierung
- Maut und Fähren in Norwegen mit AutoPASS bezahlen
- Tempolimits und Bußgelder in Norwegen
- Die im Winter gesperrten Straßen
- Meine Zwei-Wochen-Route durch die Fjorde
DIE ANKUNFTSETAPPEN











