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Die Lofoten, das ist wirklich ein ganz besonderer Ort in Norwegen. Klar, wegen der Landschaft – damit liege ich dir ja ständig in den Ohren –, aber nicht nur. Seit 900 Jahren ist das hier nämlich ein sehr wichtiges Zentrum für den Export von Kabeljau und Hering; die Fische kommen mit dem Auslaufen des Golfstroms zu den Inseln. Ganz natürlich sind so viele Fischerdörfer entstanden, vor allem ab 1860. Und bis heute ist der Fischfang die wichtigste Erwerbsquelle der Lofoten.
Und das spürst du bei den Menschen an ein paar Punkten. Auf den Lofoten gibt es keine samische Kultur, hier ist alles eher wikingisch geprägt. Anders als in Tromsø jagen und essen die Bewohner der Lofoten außerdem noch immer Wal – seit 4.000 Jahren übrigens. Trotzdem sind sie echt nett!
Die Fischerdörfer bestehen aus Rorbuer, diesen kleinen roten (oder orangefarbenen!) Pfahlhäusern, typisch für Norwegen. Trifft sich gut, denn die sind ziemlich fotogen. Auf den Lofoten findest du einige der schönsten Fischerdörfer Norwegens. Älter und traditioneller als das, was du im Norden von Norwegen, in Senja oder Richtung Tromsø.
Und unter diesen Dörfern stechen einige klar heraus, im Sommer wie im Winter (ich hatte das Glück, beide Jahreszeiten zu erleben). Das bekannteste ist Reine mit seiner ziemlich verrückten Aussicht, dann die Zwillinge Hamnøy und Sakrisøy am Fuß der Berge, Å am Ende der Welt oder Henningsvær mit seiner regen Fischerei, und schließlich Kabelvåg, das hübsche alte Städtchen. Ich nehme dich hier mit zu allen – und hoffe, dass du danach Lust bekommst, sie selbst zu sehen und dir dort Zeit zu lassen!
Praktisch gesehen: Fast alle diese Dörfer liegen im Süden der Lofoten, entlang der E10 (Henningsvær und Kabelvåg liegen im Norden, Richtung Svolvær). Ohne Auto bekommst du sie kaum aneinandergereiht. Wie du zum Archipel kommst, steht komplett in meinem Artikel wie du zu den Lofoten kommst.

Reine – das Dorf, das du auf den Lofoten nicht auslassen darfst
Reine hat wahrscheinlich die schönste Aussicht der Lofoten. Und vielleicht sogar von ganz Norwegen? Gut möglich. Das Dorf liegt im beeindruckendsten Teil der Lofoten, auf der Insel Moskenesøya, und ist von extrem steilen Bergen umgeben.
Reine liegt ideal auf seiner Halbinsel und hängt nur über einen schmalen Landstreifen an der Hauptstraße. Und genau dort bekommst du diese verrückte Aussicht. Eine Aussicht, die du vermutlich schon kennst: das Dorf mit den roten Häusern, dahinter riesige Berge, die direkt aus dem Wasser steigen.



Reine ist nicht nur eine Postkarte, sondern auch ein schönes kleines Dorf. Touristisch, klar, aber gar nicht so sehr, weil die Leute nicht besonders lange bleiben. Und du findest hier alles, was du für ein paar Tage brauchst. Cafés, Bars, Restaurants, Läden (na gut, ich schreibe das im Plural, aber sicher bin ich mir nicht 😀 ).
Der Vorteil von Reine: Es liegt perfekt, um alle Dörfer im Süden abzuklappern. Ich bleibe jedes Mal zwei bis drei Tage und starte von dort aus meine Touren – mit größtem Vergnügen!
Aber Reine ist mehr als nur ein Aussichtspunkt. Was kannst du hier machen? Das Dorf hast du in einer knappen Stunde zu Fuß abgelaufen: die Brücke am Ortseingang mit dem Gesamtblick, die Stege, die Rorbuer und der Hafen (den darfst du nicht verpassen). Du findest hier etwas zu essen, ein, zwei Cafés, einen kleinen Supermarkt und sogar einen Kajakverleih: im Reinefjord unter den Felswänden zu paddeln ist eine der schönsten Wassertouren der Lofoten.
Vor allem aber liegt Reine am Fuß des Reinebringen, DEM Aussichtsberg, den du garantiert schon auf Fotos gesehen hast: Eine Steintreppe (die „Sherpa-Stufen“, knapp 2.000 Stück) führt hinauf zu einem Tiefblick auf das Dorf und die Fjorde. Achtung: Der Weg ist im Winter gesperrt (grob von November bis April), und auch im Rest des Jahres wird er wegen Steinschlags regelmäßig dichtgemacht. Prüfe immer vor dem Aufbruch, ob er offen ist, und geh nie um ein rotes Absperrband oder ein Verbotsschild am Einstieg herum: Der Berg ist instabil, und da fällt wirklich etwas herunter. Ich habe es bisher nie geschafft. Aber jedes Jahr muss die Bergrettung Unvorsichtige (um höflich zu bleiben) da oben rausholen, die sich über die Sperrung hinweggesetzt haben. Ich verstehe gut, dass man diese Aussicht will – aber nicht um jeden Preis.
Von Reine fährt außerdem die kleine Fähre nach Vindstad, von wo aus eine Wanderung zum wilden Strand von Bunes führt: ein traumhafter halber Tag im Sommer, wenn das Meer türkis ist. Achtung, es fahren nur ein oder zwei Boote pro Tag. Und anders kommst du dort nicht wieder weg – wenn du das letzte verpasst, schläfst du unter freiem Himmel!
Anfahrt und Parken: Reine liegt an der E10, kostenpflichtige Parkplätze am Ortseingang und auch auf Höhe der Restaurants und der Tankstelle. Rechne mit einem halben Tag für das Dorf und den Aussichtspunkt – als Basislager ist es aber ideal, um zwei bis drei Tage lang den ganzen Süden der Lofoten zu erkunden.


Å i Lofoten – das Dorf am Ende der Welt
Å ist nicht nur ein komischer Buchstabe. Ausgesprochen wird es wie ein O, das sich Richtung A bewegt, und auf Altnordisch bedeutet es „Bach“. Vor allem aber ist es das Dorf ganz am Ende der Lofoten. Und wenn ich Ende sage, meine ich auch Ende. Du nimmst die Straße, die die Inseln durchquert, fährst bis zum Schluss – und schwupp, stehst du in Å.


Es ist ein wunderschönes kleines Fischerdorf, kleiner als Reine und sehr typisch. Viele rote Häuser, dicht aneinandergedrängt, am Fuß der Berge (logisch, wir sind auf den Lofoten). Durch seine Ursprünglichkeit gehört es natürlich zu den schönsten Orten der Lofoten. Und erstaunlicherweise hat es sich dem Tourismus nicht komplett ergeben, denn hier wird immer noch richtig gefischt. Na gut, touristisch ist es schon: Reisebusse halten für eine Stunde und fahren wieder weiter. Ich rate dir trotzdem, dir Zeit zu lassen – es gibt ein paar schöne Wanderwege (ich müsste dir mal erzählen, wie ich einen davon im Schnee genommen habe und prompt in den Fluss gefallen bin, der unter der Schneedecke versteckt lag). Und im Sommer kannst du zum Beispiel den Ågvatnet umrunden, die Kulisse ist großartig.
Aber Å besteht nicht nur aus roten Häusern. Was kannst du hier machen? Im Dorf steht das Norwegische Fischerdorfmuseum (Norsk Fiskeværsmuseum): sieben historische Gebäude, erhalten so, wie sie zwischen 1840 und 1960 aussahen, die 200 Jahre Kabeljaufischerei erzählen.
Gleich nebenan erklärt das weltweit einzige Stockfisch-Museum (Trockenkabeljau) die ganze Kette, vom Fang bis zum Export. Und verpass bloß nicht die historische Bäckerei, gegründet 1844: Brot und die berühmten Zimtschnecken kommen dort immer noch aus dem Holzofen von 1878 (geöffnet in der Regel von 11 bis 17 Uhr, und nur im Sommer).
Anfahrt und Parken: Å liegt ganz am Ende der E10, hinter Reine. Geparkt wird auf dem großen Parkplatz am Straßenende, hinter dem Dorf, danach geht alles zu Fuß. Rechne mit anderthalb bis zwei Stunden für das Dorf und die Museen, mehr, wenn du den See umrundest. Die Reisebusse halten hier oft mittags für eine Stunde: Komm früh oder am späten Nachmittag, dann hast du es ruhig. Dann ist die Bäckerei allerdings womöglich zu!


Henningsvær – das Fischerdorf
Henningsvær ist ein bisschen anders als die anderen. Zum einen liegt das Dorf deutlich weiter nördlich, in der Nähe von Svolvær. Zum anderen ist es weniger Postkarte und dafür ein echter Fischerhafen mit jeder Menge Booten, ständigem Kommen und Gehen, und das in einer richtig schönen Kulisse. Schön ist auch, dass sich Henningsvær über viele kleine Inseln verteilt: Manche sind über schmale Brücken verbunden, andere nur per Boot erreichbar – und auf einigen davon gibt es Gästezimmer, ziemlich klasse!
Die Straße dorthin ist wirklich schön, du fährst an der Küste entlang, mit Bergblick so weit das Auge reicht. Eine Straße, die ich vor allem zum Nordlichter-Beobachten schätze (das sage ich dir völlig unschuldig).
Das Dorf lebt von der Fischerei, aber nicht nur davon. Verglichen mit den anderen Orten der Lofoten wirkt es fast riesig. Es hat nämlich über 440 Einwohner, immerhin!


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Henningsvær ist ziemlich touristisch und entwickelt sich weiter in diese Richtung, auch wegen der Nähe zu Svolvær, und es gibt einige Fototouren vor Ort. Ehrlich gesagt stört das kaum, es ist genug Platz für alle. Und man muss schon sagen: Der Ort bietet sich verdammt gut dafür an. Sein Hafen ist sehr fotogen, und direkt dahinter stehen zahlreiche Fischtrockengestelle.
Außerdem ist das Dorf durch Instagram berühmt geworden. Sein Fußballplatz auf der Halbinsel ist aus der Drohnenperspektive ein extrem beliebtes Motiv für Luftaufnahmen. Ich hätte dir gern ein Foto gezeigt, aber … meine Drohne leistet inzwischen den Fischen der Lofoten Gesellschaft.
Was kannst du in Henningsvær machen? Es ist das lebendigste und „hippste“ Dorf der Lofoten. Schlender am Hafen und über die Engelskmannsbrygga, schau in der KaviarFactory vorbei, einer Galerie für zeitgenössische Kunst in einer alten Kaviarfabrik (mit einer tollen Foto- und Designbuchhandlung), und mach Pause in der Trevarefabrikken oder im Kletterercafé, zwei Institutionen vor Ort. Henningsvær ist außerdem die Kletterhauptstadt der Lofoten: Bei der örtlichen Kletterschule kannst du einsteigen, dazu gibt es Seeadler-Safaris, Kajaktouren und Fotoausflüge.
Anfahrt und Dauer: Die Zufahrt, die von der E10 abzweigt und über Dämme und kleine Brücken der Küste folgt, ist eine der schönsten der Lofoten – plan dir Stopps ein. Henningsvær liegt rund 30 Minuten von Svolvær entfernt. Rechne mit einem halben Tag, mehr, wenn du eine Aktivität buchst.
Ich sagte ja schon, dass sich der Ort ziemlich schnell entwickelt: Es gibt inzwischen mehrere gute kleine Hotels, dazu mehr Restaurants und Cafés. Wenn du hier übernachtest, hast du also nicht das Gefühl, allein auf der Welt zu sein. Also gut, außer mitten im November, da schon.


Kabelvåg – das hübsche alte Städtchen der Lofoten
Hier wechselt die Stimmung: Kabelvåg ist kein Fischerweiler, sondern eine der ältesten Städte Nordnorwegens, gebaut auf dem mittelalterlichen Vågar. Das kleine Holzzentrum rund um den Hauptplatz erkundest du zu Fuß, zwischen Cafés, einer Glasbläserei und einer Handvoll Restaurants: perfekt, um einen halben Tag durchzuatmen, besonders wenn das Wetter Zicken macht.
Ursprünglich wollte ich es hier gar nicht erwähnen, aber nachdem ich das hübsche Ortszentrum und seine Architektur entdeckt hatte, dachte ich mir, dass es durchaus seinen Platz hat. Zumal es direkt neben Svolvaer liegt.
Direkt über dem Dorf steht die Lofotkatedralen (die Kirche von Vågan), die größte Holzkirche nördlich von Trondheim, mit ihren 1.200 Plätzen. Und fünf Minuten entfernt liegt das Viertel Storvågan mit drei schönen Besuchen: das Lofoten-Museum (Lofotmuseet, auf dem Gelände der alten Siedlung Vågar), die Espolin-Galerie und vor allem das Lofotakvariet, das Aquarium der Lofoten, wo du alles über den Skrei verstehst, den Kabeljau, der hier jeden Winter zum Laichen kommt. Ein idealer Besuch für Familien, und mit einem Kombiticket lassen sich die Orte zusammen ansehen.
Anfahrt und Dauer: Kabelvaag liegt an der E10, rund zehn Minuten von Svolvaer und ganz in der Nähe von Henningsvaer – du kommst zwangsläufig vorbei, wenn du den Norden der Lofoten erkundest. Plane einen halben Tag für den Ort, die Kathedrale und das Aquarium ein (das im Dezember und Januar schließt und außerhalb der Saison kürzere Öffnungszeiten hat, prüfe das im Winter, bevor du hinfährst).



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Hamnoy, das Postkartendorf
Und das ist kein Witz. Der Blick auf Hamnoy von der Brücke aus ist ultraberühmt. Es ist ein kleines Dorf mit roten Häusern kurz vor Sakrisoy und Reine (fünf kleine Kilometer entfernt), das normalerweise alle Reiseführer über die Lofoten illustriert. Man muss dazusagen: Es liegt vor großartigen Bergen, direkt am Wasser. Na gut, ein Dorf mit Bergen und Wasser ist auf den Lofoten ziemlich üblich. Aber hier ist es noch schöner.
Das Wasser rund um das Dorf ist, wie so oft auf den Lofoten, herrlich türkis, die Kulisse ist paradiesisch. Aber das ist nicht alles. Es ist immer noch ein aktiver Hafen, du siehst mehrere Fischerboote und mehrere Gestelle mit trocknendem Fisch.
Hamnoy ist nicht nur die Brücke und der Rundgang zwischen den kleinen roten Häusern. Vor all dem gibt es einen echten Mini-Hafen, zu dem absolut niemand geht – richtig nett (und klein).
Also, für den Rundgang durchs Dorf und die verschiedenen Aussichtspunkte brauchst du gemütlich eine Stunde. Auch nachts ist es hier beliebt, um Polarlichter zu sehen, wenn man es schafft, sich von den Lichtern zu entfernen. Vor allem auf der Brücke (mit ziemlich vielen anderen Leuten), aber auch mitten im Dorf
Konkret, was kannst du in Hamnoy machen? Es ist vor allem ein Fotostopp und eine ruhige Pause. Die Postkartenansicht nimmst du von der Brücke der E10 aus auf: die roten Rorbu im Vordergrund, dahinter die Gipfel, die aus dem Wasser schießen. Die Hütten, die du fotografierst, gehören größtenteils zu Eliassen Rorbuer, einer der ikonischsten Unterkünfte der Lofoten – hier zu schlafen heißt, im Foto aufzuwachen. Nimm dir die Zeit, hinter der Brücke ins Dorf hinunterzugehen: Der kleine Hafen ist noch aktiv, mit seinen Booten und den Gestellen mit trocknendem Kabeljau.
Anfahrt und Dauer: Hamnoy liegt an der E10, fünf Kilometer vor Reine. Plane eine knappe Stunde für den Rundgang ein und parke ordentlich (nicht auf Privatzufahrten und nicht mitten auf der Brücke): Nutze die vorgesehenen Stellplätze.
Lustige Sache: Die Brücke ist WIRKLICH beliebt. Du kannst sie gar nicht verpassen, denn es dürften schon Leute darauf stehen, alle an derselben Stelle. Bei den Polarlichtern etwas weniger. Aber der Spot ist wirklich gut!






Sakrisoy, das Dorf im Miniaturformat
Achtung, winziges Dorf! Dieses hier hat orange Häuser. Direkt neben Hamnoy (aber wirklich, es liegt auf der anderen Seite der Brücke) und neben Reine (auf der anderen Seite der anderen Brücke) – ein hübsches kleines Dorf, ultrafotogen. Weil: Berge, kleine Inseln, superniedliche Häuser. Und ein Restaurant mit traumhaftem Blick, in dem ich dir den Lachs empfehle!
Das Dorf, 1889 gegründet, ist auch eine gute Ecke für Polarlichter, denn es liegt gegenüber von richtig schönen Bergen, und nachts ist die Straßenbeleuchtung aus – das ist nicht schlecht.
Was kannst du in Sakrisoy machen? Der Rundgang dauert 20 Minuten, aber man hält hier gern an, vor allem bei Sonnenauf- und -untergang. Für Hungrige: Der kleine Meeresfrüchte-Tresen des Dorfes (Anita’s Seafood) ist eine Institution – Fischburger, Garnelen, Suppe, perfekt für eine Pause direkt am Wasser. Und weil die Straßenbeleuchtung nachts ausgeht, ist es ein sehr guter Polarlicht-Spot, ruhiger als die Brücke von Hamnoy. Sakrisoy lässt sich mit Hamnoy und Reine in derselben kleinen Runde verbinden.
Jedes Mini-Dorf hier hat sein ikonisches Foto. Hier ist es das berühmte orange Haus mit dem Berg dahinter.




Nusfjord, das versteckte Dorf
Also Nusfjord – anders als von den anderen habe ich keine Fotos im Schnee, ich weiß auch nicht, warum. Es ist deutlich weniger bekannt als die anderen und liegt im Gegensatz zu ihnen nicht an der Hauptstraße. Um es zu sehen, musst du es also ein bisschen suchen.
Nusfjord ist ein sehr hübsches und typisches Fischerdorf. Es liegt völlig verloren in seinem Fjord, ebenfalls von Bergen umgeben, fast schon bedrückend. Du findest ein paar wenige Rorbu, aber der Tourismus ist hier schwächer als anderswo, vor allem im Winter. Die Straße dorthin ist übrigens wirklich schön, du fährst an den Batman-Bergen vorbei (du wirst schnell sehen, warum).
Der Ort steht auf der UNESCO-Liste der zu erhaltenden Stätten, und das kann man gut verstehen.




Wichtig zu wissen, bevor du hinfährst: Nusfjord wird heute wie ein Freilichtmuseum-Dorf betrieben, und der Eintritt ist tagsüber kostenpflichtig (rund 100 bis 150 NOK pro Person, je nach Saison). Konkret: Ein Häuschen kassiert während der Öffnungszeiten (grob tagsüber, in der Saison bis gegen 17 Uhr). Wenn du früh am Morgen oder am späten Nachmittag kommst, wenn es nicht besetzt ist, ist es oft kostenlos. Und wenn du in einem der Rorbu von Nusfjord schläfst, ist der Zugang inklusive – ein guter Grund, dort zu übernachten.
Was du vor Ort sehen kannst: Schlendere den Kai entlang, wirf einen Blick in den historischen alten Krämerladen, in die ehemalige Lebertranfabrik und auf die Rorbu, die sich am Ende des Fjords drängen. Man hat wirklich das Gefühl, in der Zeit zurückzureisen, und abends, wenn die Busse weg sind, gehört das Dorf fast dir allein. Plane zwei bis drei Stunden vor Ort ein. Nusfjord liegt nicht an der E10: Du musst eine kleine Straße bis ans Ende des Fjords hinunterfahren, und es lässt sich gut mit Ramberg, Flakstad und dem Strand von Skagsanden verbinden.
- Café: Etwas Süßes bekommst du im Landhandleriet Café
- Restaurant: Es gibt das Restaurant Karoline, gut, aber teuer
- Hotel: Ideal zum Übernachten ist das Nusfjord Arctic Resort mitten im Dorf, und die Fischerhäuser Lofoten Cottages – die sind top.




Wo übernachten, um die Dörfer der Lofoten zu besuchen?
Ganz klar: Diese Dörfer MÜSSEN Teil deiner Reise auf den Lofoten sein. Und zum Glück liegen sie fast alle am selben Fleck, nämlich ganz im Süden. Reine ist ein sehr guter Ausgangspunkt, denn von dort kommst du ganz leicht nach A, Hamnoy, Sakrisoy.
Aber in jedem dieser kleinen Dörfer, vor allem Hamnoy und A, gibt es sehr schöne kleine Rorbu. Meistens ist das nicht wirklich günstig, dafür aber ziemlich geräumig und typisch.
Nusfjord liegt etwas weiter nördlich, rund 45 Minuten entfernt, das ist also machbar, wenn du auch nach Ramberg, Flakstad und Myrland fährst. Aber es gibt auch ein paar nette Unterkünfte vor Ort. Wenige, aber das reicht völlig.
Dagegen liegt Henningsvaer viel weiter nördlich, in der Nähe von Svolvaer. Da ist Reine ganz klar nicht der richtige Ausgangspunkt, aber weil es im Norden liegt, kommst du fast zwangsläufig in die Nähe, vor allem wenn du in der Gegend von Svolvaer übernachtest. Aber warum eigentlich nicht in Henningsvaer. Dort gibt es alles, was du brauchst, es ist superniedlich, das kann richtig schön werden! Kabelvaag, direkt nebenan, ist ebenfalls eine sehr gute Basis, um den Norden zu erkunden.
- Günstig und völlig in Ordnung
- Guter Ausgangspunkt in Svolvaer
- Nah an Geschäften und Aktivitäten
- Gemütliche und warme Rorbuer
- Perfekte Lage am Hafen
- Spektakulärer Blick auf die Berge
- Atemberaubende Aussicht
- Ikonische Lage in Hamnoy
- Authentisch renovierte Rorbuer
- Außergewöhnliche Bewertung auf Booking
- Ideale zentrale Lage
- Moderne und komfortable Hütten
Deine Fragen zu den Dörfern der Lofoten
Wie lange braucht man für die Dörfer der Lofoten? Für den Süden (Reine, Å, Hamnoy, Sakrisoy, Nusfjord) schaffen manche das im Schnelldurchlauf an einem Tag, aber zwei Tage sind passender – dazu einen guten halben Tag für Henningsvaer und Kabelvaag im Norden.
Welches Dorf zum Übernachten? Reine, um den Süden zu erkunden, Henningsvaer (oder Svolvaer / Kabelvaag) für den Norden. Für das ikonische Rorbu-Erlebnis: Hamnoy oder Nusfjord. Wenn du aber etwas Zentrales für die ganze Reise suchst: Ich bin sehr gern in Ballstad geblieben.
Welches ist das schönste Dorf der Lofoten? Schwer zu entscheiden! Reine für die Aussicht, Hamnoy für die Postkarte, Å für die Ursprünglichkeit, Henningsvaer für die Atmosphäre. Am besten entdeckst du sie selbst, aber ich mag vielleicht Å am liebsten, mit seiner Stimmung vom Ende der Welt.
Braucht man ein Auto? Ja, ganz klar: Alles spielt sich entlang der E10 ab, und öffentliche Verkehrsmittel sind selten. Hier ist mein Artikel zur Autovermietung auf den Lofoten.
Wie besucht man diese Dörfer ohne Auto?
Nun, fast alle sind mit dem Bus erreichbar (außer Nusfjord), aber es fahren nicht viele Busse pro Tag (vier oder fünf), du brauchst also Geduld, sehr viel Geduld 😀
Um nach Henningsvaer zu kommen, nimmst du ab Svolvaer den Bus 743, der 45 Minuten braucht. Für die Dörfer im Süden (Reine, Hamnoy…) ist es die Linie 300 oder die Kombination 741+742, und das dauert zweieinhalb Stunden.
Das Wichtigste: Nutze den Reiseplaner, mit allen Busfahrplänen, Online-Zahlung und allem Drum und Dran: entur.no, das ist unverzichtbar, sobald du die öffentlichen Verkehrsmittel!
Sonst wäre es am einfachsten, einen Guide zu nehmen, der dir diese Dörfer und die schönsten Orte der Lofoten an einem Tag zeigt. Das ist nicht besonders teuer und du verbringst nicht zu viel Zeit im Bus.






